Batterie Kennzahlen
Einleitung

Die technischen
Kennzahlen von
Fahrzeugstarterbatterien (meist Blei-Säure-Batterien) ähneln den allgemeinen Batteriekennzahlen, legen aber besonderen Fokus auf die Fähigkeit, kurzzeitig einen sehr hohen Strom zu liefern (Startvorgang).
Die wichtigsten spezifischen Kennzahlen sind Spannung, Kapazität und Kaltstartstrom (CCA).
All dies wird im nun folgenden Kapitel beschrieben.
Bild: Starterbatterie nach DIN-EN-Norm 50342-2, Bosch
Allgemein

Die Angaben auf dem
Typenschild einer Starterbatterie sind Herstellerwerte für fabrikneue, vollgeladene Batterien und müssen nach anerkannten Regeln überprüfbar sein.
Hersteller empfehlen Batterien mit bestimmten
Eigenschaften, wobei die Wahl hauptsächlich vom
Kaltstartverhalten abhängt. Die Verbraucherleistung ist weniger relevant, da diese normalerweise vom Generator abgedeckt ist. Nur bei stehendem Motor oder ungünstigen Fahrbedingungen übernimmt die Batterie diese Aufgabe.
Wichtige Kenndaten sind:
- Nennspannung (z.B. 12 V)
- Nennkapazität (z.B. 100 Ah)
- Nennkälteprüfstrom (z.B. 760 A)
Bild: Batterietypenschild, Mercedes
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Zusammenfassung
Kennzahlen von Starterbatterien.
Starterbatterien sind zentrale Komponenten im Fahrzeug, deren
Kennzahlen entscheidend für ihre Funktion und Zuverlässigkeit sind. Besonders bei Blei-Säure-Batterien liegt der Fokus auf der Fähigkeit, kurzfristig hohe Ströme für den
Startvorgang bereitzustellen. Die Spannung – unterteilt in
Nennspannung,
Ladespannung und
Leerlaufspannung – definiert die elektrische Kompatibilität mit dem Fahrzeug. Ergänzend beschreibt die
Kapazität in Amperestunden (Ah), wie viel Energie gespeichert und bei Bedarf abgegeben werden kann, etwa bei stehendem Motor.
Von besonderer Bedeutung ist der
Kaltstartstrom (CCA) oder
Kälteprüfstrom, der die Leistung bei niedrigen Temperaturen angibt und nach verschiedenen Normen wie
EN,
SAE,
DIN und
IEC bewertet wird. Für moderne Fahrzeuge mit Start-Stopp-Systemen ist zudem die
Zyklenfestigkeit entscheidend, da sie die Belastbarkeit bei häufigen Lade- und Entladevorgängen beschreibt. Batterietypen wie AGM, EFB oder LiFePO
4 sind hier besonders geeignet.
Zur Bewertung des aktuellen Zustands dienen
SoC (
State of Charge),
SoH (
State of Health) und
DoD (
Depth of Discharge). Sie geben Auskunft über den Ladezustand, die Alterung und die Entladungstiefe der Batterie. Die
ETN-Nummer ermöglicht eine standardisierte Identifikation anhand technischer Merkmale. Ein niedriger Innenwiderstand steht für eine gute Stromabgabe, während der
Wirkungsgrad die Effizienz der Energieumwandlung beschreibt.
Quellen
Literatur
- Mot, Technik Profi, 12/12 und 25/14
- Kraftfahrzeug-Hybridantrieb, Grundlagen,Komponenten,Systeme,Anwendungen, Springer Vieweg, ISBN 978-3-8348-0
- Robert Bosch GmbH (Hrsg.), Batterien,Bordnetze und Vernetzung, 1. Auflage 2010, Vieweg Verlag, ISBN 978-3-8348-1310-7
- Konrad Reif, Automobilelektronik, 2 Aufl. Vieweg Verlag, ISBN 978-3-8348-0297-2
- Kai Borgeest, Elektronik in der Fahrzeugtechnik, 1 Aufl. Vieweg Verlag, ISBN 978-3-8348-0207-1
zum Download
| | Thema, Titel | Urheber |
 |
Kälteprüfstrom, Umschlüsselungstabelle |
Hoelzle, Fahrzeugelektrik |
Schlagwörter
Batterie - Starterbatterie - Fahrzeugbatterie - Akkumulator - Akku - Kapazität - Kaltstartstrom - Kaltstartverhalten - Typenschild - Zyklenfestigkeit - ETN-Nummer - Innenwiderstand - Wirkungsgrad - Kennzahlen - Blei-Säure-Batterien - Startvorgang - Spannung - Nennspannung - Ladespannung - Leerlaufspannung - Ruhespannung - Belastung - Ladung - Kapazität - Energie - Nennkapazität - Amperestunden - K20 - Reservekapazität - RC - Speichervermögen - Kaltstartstrom - CCA - EN - SAE - DIN - IEC - Prüfnorm - Start-Stopp-Systeme - Zyklenfestigkeit - AGM - EFB - LiFePO₄ - SoC - State of Charge - Gesundheitszustand - SoH - Ladezustand - State of Health - DoD - Depth of Discharge - Tiefentladung - Eurobat - Innenwiderstand - Wirkungsgrad - ηWh - ηAh
Aktualisierung 06.11.2025 15:10